ÖDP Kandidaten stellen sich in Neuburg vor

Zur Vorstellung der Landtags- und Bezirkstagskandidaten der Ökologisch-Demokratischen Partei (ÖDP) hatte der ÖDP Kreisverband Neuburg-Schrobenhausen ins Neuburger Restaurant „Rennbahn“ eingeladen. Landtagsdirektkandidat für den Stimmkreis Neuburg-Schrobenhausen ist Franz Hofmaier aus Ingolstadt, Landtagslistenkandidat ist Sozialarbeiter Michael Stichlmair aus Schrobenhausen. Hofmaier zeigte sich zuversichtlich angesichts der 94 700 Unterschriften, die für das Volksbegehren „Rettet die Bienen, Vögel und die Bauern!“ gesammelt worden sind. Mit den Volksbegehren, „Abschaffung des Senats“ und „Nichtraucherschutz“, sei die ÖDP bereits erfolgreich gewesen. Jetzt sei der Weg zu einem erneuerten bayerischen Naturschutzgesetz bereitet, um dem „größten Artensterben seit den Dinosauriern“ entgegen zu wirken. Dieser Erfolg mache der ÖDP nun eine Woche vor den Wahlen Mut: „Wenn uns in Bayern alle wählen, die uns schon bei Kommunalwahlen ihre Stimme anvertraut haben, dann kommen wir auch in den Bayerischen Landtag“, ist sich der stellvertretende oberbayerischen Bezirksvorsitzende und langjährigen Stadtrat (2002-2017) sicher. Anschließend stellte er das Parteiprogramm „132 Gründe die ÖDP zu wählen“ vor, das zeige, wie sich der Erhalt einer lebenswerten Umwelt und das ÖDP Motto „Mensch vor Profit“ in allen Lebensbereichen widerspiegle. „Ich trete an, um als Teil der ÖDP-Fraktion den Landtag politisch zu bereichern!“, so Hofmaier. 

 

Als Direktkandidat für den Bezirkstag tritt der selbständige Sanitär- und Heizungsinstallateur Thomas Hümmer aus Karlshuld an, der auch schon über lange Jahre für die ÖDP im Bezirksausschuss Südwest in Ingolstadt gesessen ist. Sein Motto ist „Vielfalt statt Einfalt“. Er plädiert damit für Meinungsvielfalt anstelle einer Mehrheitspartei im Land- und Bezirkstag. Hümmer verwies auf den Artikel 151 der Bayerischen Verfassung: „Die gesamte wirtschaftliche Tätigkeit dient dem Gemeinwohl“, heißt es da. Unsere heutige Politik des Wachstumszwangs, der Profitgier, der sozialen Ausgrenzung und der Umweltzerstörung habe sich immer weiter davon entfernt. „Wir wollen keine Wirtschaft, die nur dem eigenen Profit dient. Die Wirtschaft muss dem Wohl der Menschen und der Umwelt dienen!“, erklärte Hümmer. Eine öko-soziale Marktwirtschaft müsse das Ziel sein. Für die Bezirkstagsliste wurden für den Stimmkreis Neuburg-Schrobenhausen zwei Bewerber nominiert: Heinz Kosak, aus Gerolfing ist Lehrer an der Mittelschule Neuburg. Gustav Neumair, Bankvorstand i.R. wohnt in Scheyern, Kreis Pfaffenhofen, gehört aber zum Stimmkreis Neuburg-Schrobenhausen. Kosak berichtete, dass Kinder und Jugendliche schon heute täglich rund vier Stunden vor Bildschirmen verbringen. Statt im Zuge der Digitalisierung noch mehr Mediennutzung in Kindergarten und Grundschule zu bringen, sei es wichtig, dass Kinder ihre Umwelt mit allen Sinnen „begreifen“ können. Zur Ausbildung grundlegender Fähigkeiten, wie z.B. Wahrnehmung und Motorik, seien keine digitalen Medien notwendig, ja sogar hinderlich. Das meine die ÖDP mit ihrer Forderung nach einer „analogen Kindheit.“ Gustav Neumair wies darauf hin, dass die ÖDP gemäß ihrem Grundsatzprogramm auf Spenden von Firmen und Verbänden verzichte. Nur so könne man unabhängig im Bürgerinteresse Politik machen. Er forderte alle Parteien auf, diesem Beispiel zu folgen. Neumair warf der etablierten Politik Machtversessenheit und Zukunftsvergessenheit vor und appellierte an die Wähler, beim kommenden Artenschutz-Volksbegehren für mehr Artenvielfalt zu unterschreiben. Durch die Wahl der ÖDP am kommenden Sonntag werde mehr „Artenvielfalt“ im Landtag ermöglicht.

Von links, Thomas Hümmer Direktkandidat für den Bezirkstag, Franz Hofmaier, Direktkandidat für den Landtag, Heinz Kosak und Gustav Neumair, beide Bezirkstagslistenkandidaten

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