Pressemitteilung
Ganz neu! Die erste Kreistagsliste der ÖDP in Neuburg-Schrobenhausen
Gemeinwohl, Naturschutz, unabhängige Politik, die "Monsterbrücke", der Moorschutz - das sind nur einige Themen, bei denen in Zukunft auch die ÖDP-Stimme im Kreistag zu hören sein wird.
Sie wollen politisch aktiv werden, um für die Erhaltung unserer Lebensgrundlagen einzutreten.
Es handelt sich um ein Novum. Die Ökologisch-Demokratische Partei wird mit einer eigenen Liste bei den Kreistagswahlen antreten. Geleitet wurde die Aufstellungsversammlung vom ehemaligen Bezirksvorsitzenden Franz Hofmaier aus Ingolstadt. Alle vor Ort versammelten Kandidatinnen und Kandidaten nutzten die Möglichkeit zu einer kurzen Vorstellungsrunde und erklärten, warum sie für die ÖDP antreten wollen. Abgestimmt wurde dann in geheimer Wahl im Blockverfahren. Die Wahl erfolgte mit 12:0 einstimmig mit Dreifachnennung.
Der Gemeinwohlgedanke steht bei der Naturschutzpartei an oberster Stelle, ebenso das klare Bekenntnis, auf einem begrenzten Planeten kann es kein unbeschränktes Wachstum geben. Die natürlichen Ressourcen sind begrenzt, deshalb brauchen wir eine Wirtschaftsform ohne ständigen Wachstumszwang (Postwachstumsökonomie). Wir leben das, was wir sagen und verzichten freiwilllig auf Konzernspenden. Auch Privatspenden sind gedeckelt, um politische Abhängigkeiten gar nicht erst aufkommen zu lassen, so Listenführer und Kreisvorsitzender Holger Geißel.
Ganz entschieden lehnen wir die geplante aus der Zeit gefallene "Monsterbrücke" durch ein schützenswertes FFH-Gebiet in Neuburg ab und unterstützen die laufenden Klagen. Ohne Renaturierung der Moore geht es nicht. "Wenn es die Menschen nicht schaffen, Moore wie das Donaumoos wieder zu vernässen, dann gebe es sowieso gegen den Klimawandel keine Chance", zitierte Geißel den Ehrenvorsitzenden vom Bund Naturschutz, Hubert Weiger. Entwässerte Moorböden verlieren immer weiter an Substanz. Moorforscher haben herausgefunden: Ein Viertel der landwirtschaftlich genutzten Moorböden in Bayern wird spätestens in 15 Jahren so weit zersetzt sein, dass die Landwirte auf Kies oder Grundwasser stoßen. "Rettet die Moore" ist deshalb das Gebot der Stunde.
Ein Umweltskandal erster Güte ist die Verseuchung durch PFAS. Die Frage ist nicht, ob wir durch PFAS krank werden, sondern wann ihre Konzentration ein gefährliches Maß erreicht. Rund um den Nato-Flugplatz sind Böden, Gewässer und Grundwasser durch diese Ewigkeitschemikalie verunreinigt. Die Menschen wollen Aufklärung und Schadenersatz. Nur eine umfassende Beschränkung der PFAS kann die fatale Entwicklung stoppen und für einen Ersatz durch unschädliche Alternativen sorgen.
Weitere Themen waren der Hochwasserschutz in Schrobenhausen, der Erhalt des Kreiskrankenhauses, faire Arbeitsbedingungen mit angemessener Bezahlung für Hebammen sowie die vor einem Vierteljahrhundert versprochene Schule in Heinrichsheim. Die beiden Gemeinderäte Anna und Matthias Reil aus Oberhausen haben sich von der Familienpolitik und dem von der ÖDP initierten Volksbegehren "Rettet die Bienen" überzeugen lassen. Dr. med. Toralf Becher plädiert für eine fahrradfreundlichere Stadt Neuburg, lehnt die geplante Brücke durch den Auwald ab und fordert die Gesellschaft auf, friedenstüchtig zu werden.
Wir werden uns auch weiterhin für einen natur- und umweltverträglichen Mobilfunk einsetzen. Allein durch die Einführung von nationales Roaming - auch Net-Sharing genannt, gäbe es praktisch keine "grauen Flecken" mehr und die Notwendigkeit, noch mehr Mobilfunkantennen aufzubauen, würde entfallen. Auch aus Naturschutzgründen darf Mobilfunk nicht weiter ausgebaut werden, denn es besteht der begründete Verdacht, dass Mobilfunkstrahlung von Sendeanlagen zum Insektensterben beiträgt.
Die Kreistagsliste der ÖDP Neuburg-Schrobenhausen
Holger Geißel 2. Monika Bichler 3. Michael Stichlmair 4. Sylvia Bednarz 5. Alois Gardel 6. Angela Thierauf 7. Michael Wittmair 8. Anna Reil 9. Manfred Wilhelm 10. Anneliese Radle-Geißel 11. Matthias Reil 12. Ingrid Meißner 13. Bernd Neuner 14. Birgit Wittmair-Autzen 15. Matej Svorc 16. Henrik Geißel 17. Marion Schranz 18. Josef Speth 19. Klaus Harsch 20. Toralf Becher
