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Leserbrief von Holger Geißel vom 28. Juli 2020

Telekom rüstet im Landkreis auf 5G auf

Die Ausführungen im Bericht vom 25.07.2020 haben mich wirklich sehr schockiert! Es war z.B. zu lesen:

"Es macht keinen Sinn, wenn jemand sagt: Ich bin nicht gegen Mobilfunk, sondern nur gegen 5G. 5G sei Mobilfunk, und dieser sei bestens erforscht" - so lt. Telekomsprecher in der Neuburger Rundschau.

 

5G steht für Mobilfunk der 5. Generation. Da zukünftig auch besonders hohe Frequenzen mit einer sehr kurzen Reichweite eingesetzt werden sollen, muss die Zahl der Sendeanlagen, vor allem in Wohngebieten und in Städten, enorm erhöht werden. Bislang gibt es keine Studien, die dieser Frage nachgingen, ab wann eine Belastung durch Millimeterwellen als sicher eingestuft werden kann. Aus diesem Grund sagt Martin Pall, Professor für Biochemie an der Washington State University und einer der lautstärksten Mahner vor den Gefahen elektromagnetischer Felder: "Dutzende Millionen 5G-Antennen aufzustellen, ohne eine einzige biologische Sicherheitsüberprüfung, muss so ziemlich die dümmste Idee sein, die irgendjemand im Verlauf der Menschheitsgeschichte gehabt hat."

=> Es wäre wichtig, diese Feststellung  von Herrn Prof. Pall dem "Telekomsprecher" zu sagen!

 

Die von der Präsidentin des Bundesamtes für Strahlenschutz, Inge Paulini, zitierten angeblich sicheren Grenzwerte beruhen auf Empfehlungen der Internationalen Kommission zum Schutz vor nichtionisierender Strahlung, kurz ICNIRP genannt.

Die ICNIRP ist ein privater Verein von etwa zwölf industrienahen Wissenschaftlern, die niemandem Rechenschaft ablegen müssen. Die von ihnen vorgegebenen Grenzwerte schützen weder vor Langzeitwirkungen, noch vor Kurzzeitwirkungen, die auf andere Ursachen als erhöhte Gewebetemperaturen beruhen. Die WHO stellte bereits im Oktober 1999 fest: "Keine Normungsbehörde hat Grenzwerte mit dem Ziel erlassen, vor langfristigen gesundheitlichen Auswirkungen,wie einem möglichen Krebsrisiko, zu schützen".

=> Die derzeit gültigen Grenzwerte sind so, als würde man die Geschwindigkeitsbegrenzung auf den Straßen auf 280 km/h festlegen. Dann würde es keine Überschreitungen mehr geben und jeder könnte tun und lassen, was er will.

 

Was haben die Kommunalpolitiker in Burgheim, Karlskron und Neuburg unternommen, um Schaden von der Bevölkerung und der Natur abzuwenden?

Es ist höchst-richterlich bestätigt, dass unter der Vorgabe der Minimierung/Vorsorge in der Wahl und Auslegung von Mobilfunksendestandorten steuernd durch die Kommunen eingegriffen werden kann.

=> Mit der Bestellung/Erstellung einer Expertise von einem unabhängigen Gutachter stärkt die Kommune ihre Verhandlungsposition. Verhandelt wird damit nicht mehr auf Grundlage der "freiwilligen Selbstverpflichtung", sondern auf Augenhöhe. Bereits der Beschluss, ein Vorsorgekonzept umsetzen zu wollen, bringt die Betreiber an den Tisch und fördert die Kommunikationsbereitschaft.

Wie sieht das Vorsorgekonzept von Bündnis 90/Die Grünen für die Neuburger Bürger aus?


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