Zur Hauptnavigation springen Zum Hauptinhalt springen

Leserbrief von Holger Geißel vom 28.04.2020

Kommt jetzt das Ende der Kleinmünzen?

Jetzt muss also die Corona-Pandemie herhalten, um das Bargeld Schritt für Schritt zurückzudrängen und am Ende abzuschaffen. Die Gefahr, sich über Bargeld mit dem Coronavirus anzustecken, kann getrost ins Reich der Fabel verwiesen werden. Dies gilt vor allem für Münzen, die keimtötend wirken. Die Wahrheit muss also anderweitig zu suchen sein.

Wenn Kunden nun in immer mehr Geschäften aufgefordert werden, nicht mit Bargeld zu bezahlen, dann ist das eine Unverschämtheit. Zentralbanknotengeld ist offizielles Zahlungsmittel und muss deshalb auch grundsätzlich angenommen werden.

 

Die Abschaffung des Bargeldes macht den Verbraucher absolut gläsern. Ohne Bargeld ist kein anonymer Zahlungsverkehr mehr möglich. Der einzelne Bürger ist dann den Begehrlichkeiten des Staates, Bankpleiten und der schleichenden Enteignung durch Negativzinsen, die von Banken an ihn weitergereicht werden können, schutzlos ausgeliefert. Digitales Geld kann den Banken nicht mehr entzogen werden. Das geht nur mit Bargeld. Die Macht der Banken würde enorm ansteigen. Möchten wir das?

 Außerdem ist nur Bargeld - juristisch gesehen - echtes Zentralbanknotengeld. Unsere Kontoguthaben und Sichteinlagen bei der Bank sind - juristisch gesehen - nur Forderungen gegen die Bank. Forderungen können auch uneinbringlich werden. Wenn ausnahmslos alle unsere Transaktionen in elektronischer Form vorliegen, haben Datenkraken (wie z. B. Google, Microsoft oder Amazon) vollständige Kenntnis und Kontrolle über uns. Deshalb muss das Bargeld unbedingt erhalten bleiben. Wehret den Anfängen!!!


Die ÖDP Neuburg-Schrobenhausen verwendet Cookies, um diese Website Ihren Bedürfnissen anzupassen. Zu den Cookie-Nutzungsbestimmungen