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Leserbrief von Holger Geißel vom 12. August 2020

Von einer, die auszog, die Umwelt zu retten

Die neue Schrobenhausener Umweltreferentin, Maxi-Paula Schwarzbauer von den Grünen, will also die Umwelt retten. So weit, so gut. Zur Umwelt gehört aber nicht nur die Ablehnung der Goachat-Trasse, was begrüßenswert ist, sondern auch die Gesundheitsvorsorge der Bürger in der Stadt Schrobenhausen und im Landkreis, bezüglich Strahlenschutz. Wie sieht das Vorsorgekonzept der Umweltreferentin für die Stadt Schrobenhausen aus? Ist die Stadt Schrobenhausen beim Funkmast an der Gerolsbacher Straße ins Dialogverfahen eingetreten, wenn nicht, warum nicht?

 

Die Schrobenhausener Stadträte müssen doch gewusst haben, dass bei einer Ablehnung des Standorts in der Nähe des Comenius-Kindergartens ohne kompetentes Dialogverfahren das gemeind-liche Einvernehmen durch das Landratsamt in Neuburg ersetzt wird. Und klagen wollte man ja nicht. Damit wird, wie beim "Nichts tun", auf die Nutzung der Gestaltungsräume verzichtet, obwohl seit 2013 §7a der 26. Bundesimmissionsschutzverordnung der Gemeinde die Möglichkeit der Mitwirkung an der Standortwahl zugesichert wird.

 

Wie steht Maxi-Paula Schwarzbauer zum Ausbau von 5G?

 

Die Präsidentin des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS), Dr. Inge Paulini, erklärte zu den Risiken des 5G-Ausbaus:" Die Personengruppen, die wir besonders im Fokus haben, die besonders schützenswert sind - sind Kinder, Säuglinge, Kranke, alte Menschen. Der Ausbau der 5G-Netze sollte auf jeden Fall so erfolgen, dass sensible Orte, Orte, wo diese Menschen sich aufhalten - Kindergärten, Schulen, Krankenhäuser, dass die erst einmal ausgenommen werden".

Mit diesem Statement zu sensiblen Personen und Orten hat Dr. inge Paulini den Städten und Gemeinderäten interessante und wichtige Hinweise zur kommunalen Planung gegeben. Denn, nicht nur die Gebiete um Kindergärten, Schulen, Krankenhäuser müssten demnach bei der Aufstellung von 5G-Sendern ausgenommen werden, sondern auch alle Wohngebiete, in denen sich "Kinder, Säuglinge, Kranke, alte Menschen und stark elektrosensible Menschen" aufhalten.

 

5G ist weiter ein Energiefresser. Allein der zusätzliche Energieverbrauch in Rechenzentren durch 5G könnte 2025 dem Stromverbrauch von 600.000 bis 1,25 Millionen Haushalten entsprechen. Dazu kommen noch hunderttausende neue energiefressende Sendeanlagen und Milliarden neuer Endgeräte des "Internets der Dinge". Das ist angesichts der ökologischen Herausforderung der Gegenwart nicht vertretbar. Die vielen digitalen Endgeräte sollen in Zukunft unablässig immer mehr Daten aus den jeweiligen Haushalten versenden. Eine Überwachung der Wohnung, wie sie durch vernetzte Geräte immer umfassender möglich wird, ist laut Art. 13 Grundgesetz nur nach richterlicher Anordnung erlaubt.

Ist diese Tatsache den Grünen und der Schrobenhausener Umweltreferentin überhaupt bewusst?


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