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Leserbrief von Holger Geißel vom 20.09.2020

Ist Handystrahlung für Insekten tödlich?

Elektromagnetische Felder (EMF) müssen als relevanter Wirkfaktor in die Diskussion  um das Insektensterben endlich mit aufgenommen werden. Erst eine umfassende Technikfolgenabschätzung gibt uns das Wissen, was wir tun können und was wir lieber bleiben lassen sollten. Das gilt aktuell vor allem für 5G.

Ferdinand Ruzicka, Wissenschaftler und selbst Imker berichtet, dass seine Bienen trotz Schnee und Minusgraden ausflogen und neben der Beute (Bienenstock) erfroren. Völker, die dieses Verhalten zeigten, sind zusammengebrochen, obwohl sie vor der Einwinterung starke, gesunde, weiselrichtige (d. h. Königin aktiv) Völker waren. Sie waren ausreichend eingefüttert und auch das Pollenangebot im Herbst war mehr als ausreichend gewesen. Die Probleme sind erst aufgetaucht, seit in unmittelbarer Umgebung seines Bienenstandes mehrere Sendemasten errichtet wurden. Über die Zeitschrift "Der Bienenvater" organisierte Ruzicka eine Umfrage, ob im Umkreis von 300 m des Bienenstandes eine Mobilfunkanlage steht. In 20 Antworten (= 100%) wurde dies bejaht.

 

Mittlerweile gibt es eine neue Meta-Studie über biologische Wirkungen elektromagnetischer Felder auf Insekten. Die Luxemburger Umweltorganisation AKUT publiziert im September 2020 die brisante Studie, verfasst von dem Biologen Alain Thill, der bereits an der Universität Freiburg zu diesem Thema forschte. Das Ergebnis ist alarmierend: 72 der 83 analysierten Studien über biologische Wirkungen EMF auf Insekten fanden schädigende Auswirkungen. Im Ergebnis zeigt sich, dass elektromagnetische Felder (EMF) des Mobilfunks einen ernstzunehmenden Einfluss auf die Vielfalt von Insektenpopulationen haben.

 

Wann wachen unsere Politiker und vor allem die "Umweltpartei Bündnis 90/ Die Grünen" endlich auf?


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