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Leserbrief von Holger Geißel vom 26. August 2020

Der Donaumoospegel - Symbol einer sterbenden Landschaf

Medienwirksame Auftritte des Königsmoser Bürgermeisters Heinrich Seißler werden das Donaumoos nicht retten. Jetzt sind Taten gefragt! Der Bürgermeister und seine Gemeinderäte wissen genau, warum der Eichenpfahl weit über zwei Meter aus dem Moorboden heraus ragt. Leider ist von der Gemeinde bisher nichts unternommen worden, damit wenigstens in Teilbereichen die Mooslandschaft nicht stirbt.

Die Spitze des Eichenpfahls markiert das Bodenniveau im Jahr 1836. Im letzten Herbst war der Eichenpfahl beinahe 3 Meter aus dem Moorboden herausgewachsen, im aktuellen Pressebericht sind es jetzt gut zwei Meter. Könnte er eventuell bei der hoch gepriesenen Reparatur etwas tiefer gesetzt worden sein?

Vor ein paar Jahren wurde in der Gemeinde Königsmoos ein neuer etwa 300 Meter langer Entwässerungsgraben ausgehoben, damit das Wasser aus einer größeren Gewanne westlich von Stengelheim wieder rasch ablaufen kann. Der alte Graben konnte nicht weiter eingetieft werden. Hier stellt sich die Frage: Von wem wurde dieser Grabenneubau beantragt? Auf gut entwässerbaren Moosäckern geht nun die jährliche Sackung (2 - 3 cm) -  je nach Witterung und Klimaerwärmung immer schneller voran.

Selbstverständlich müssen dort , wo Häuser stehen, die Keller trocken bleiben. Aber es gäbe im Donaumoos in einigen Bereichen die Möglichkeit, das Sterben des größten zusammenhängenden Niedermoors in Süddeutschland aufzuhalten.

Dazu gibt es seit 20 Jahren ein Renaturierungskonzept für das Donaumoos und gegen den Moorschwund.

Mit einer Wallfahrt zu diesem Eichenpfahl ist es jedenfalls nicht getan, wenn niemand "seine Botschaft" hören und verstehen will!

 


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