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Leserbrief von Holger Geißel vom 4. August 2020

Der Bienentod lauerte auf einem Spargelfeld

Viele Insektenarten sind massiv bedroht. Besonders stark ist das Insektensterben dort, wo intensive Landwirtschaft und Pestizide den Lebensraum von Biene, Schmetterling und Co. zerstören.

Das ist ein europaweites Problem.

Schuld daran ist die verfehlte Agrarpolitik der vergangenen Jahrzehnte. Großkonzerne konnten ein System aufbauen, welches vorrangig auf ihre Gewinnmaximierung zugeschnitten ist. Für die Landwirte wurde es immer mehr zu einem "Wachse oder weiche". Zwischen 2005 und 2016 verschwanden bereits in der EU vier Millionen Kleinbetriebe, häufig zugunsten von agrarindustriellen Unternehmen.

 

Es kann zukünftig nicht mehr hingenommen werden, dass jedes Jahr viele Bienenvölker an Vergiftungen eingehen. Honigbiene und Wildbiene sind für die Natur und uns Menschen systemrelevant. Wer unsere Bienen und Insekten mit Pflanzenschutzmitteln umbringt, sägt an dem Ast, auf dem wir alle sitzen. Er versündigt sich an der Menschheit.

 

Kein Geld kann eine halbe Million getöteter "Honigsammler" ersetzen. Geld kann man drucken, Bienen nicht. Wenn der letzte Baum gefällt, der letzte Fisch gefangen, wird der Mensch feststellen, dass man Geld nicht essen kann. Es wird höchste Zeit, aufzuwachen!


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