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Pressemitteilung

Agri-PV ist gut - aber nicht im Donaumoos

Undurchsichtige Strategien des Investors und vielleicht auch weitere Gründe haben dazu geführt, dass der Neuburger Stadtrat die Zustimmung zu einer großen PV-Anlage im Donaumoos zurückgezogen hat. Gut so! - findet der ÖDP-Kreisvorsitzende Holger Geißel und schlägt eine bessere weil nachhaltige Nutzung vor.

Ein Wasserbüffel ruht liegend auf einer Weidefläche

Das passt zum Donaumoos: Weidetiere!

Im Stadtsäckel hätten 100.000 Euro "klingeln" können, deshalb hat der Neuburger Stadtrat wohl dem Investor Anumar zugestimmt. Welche Gründe mag es für die Fachämter Naturschutz, Land- und Wasserwirtschaftsamt aber geben, dass plötzlich die Doppelnutzung von Stromgewinnung und Landnutzung auf diesem guten Boden denkbar wäre?  Hat der Verpächter seine Bodenwerte erst jetzt erkannt, haben die Wittelsbacher die Richtung geändert oder hat Anumar seine Detailplanung "unter der Decke gehalten", damit die Stadt erst einmal zustimmen konnte?
 
Die Doppelnutzung von Landwirtschaft und Solarstrom kann grundsätzlich Sinn ergeben. Es bleibt aber undurchsichtig, wo jetzt die Einwände der Wasserwirtschaft herkommen. Dieses Fachamt stimmte in der Vergangenheit mehreren hundert Hektar PV im Donaumoos zu, wohl wissend, dass unter den Solarmodulen bis zu 45 Tonnen Klimagase aus dem trockenen Moorboden entweichen. Es verwundert auch, wenn das Landwirtschaftsamt jetzt die Agri-PV-Anlage kritisiert, zumal nun auch noch eine Nutzung zwischen den Modulreihen angedacht ist. 
 
Wenn die Untere Naturschutzbehörde diese 48 ha große technische Verbauung in einem Landschaftsschutzgebiet mit kulturhistorisch und landschaftsökologisch hohem Wert ablehnt, ist das nur zu begrüßen. Innovativ wäre diese Doppelnutzung von Stromerzeugung und Landnutzung schon, aber bitte nicht an dieser Stelle. Ideal wäre aber in dieser Gegend eine großflächige Weidelandschaft, wie einst am Wittelsbacher Remontegut Rohrenfeld, anstatt noch länger die "Kuh auf Eis" zu halten.
 

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