Pressemitteilung
Allzu nah ist ungesund! Widerstand gegen Funkmast in Marienheim.
Die Marienheimer sind nicht zu beneiden. Jetzt sollen sie neben vielen unguten Dingen auch noch einen 46 Meter hohen Funkmast nur rund 80 Meter vom östlichen Ortsrand entfernt bekommen. Der ÖDP-Kreisvorsitzende Holger Geißel plädiert dafür, den Widerstand der Anwohner und wissenschaftliche Studien ernst zu nehmen.
Mit der Hilfe von Werbeagenturen, Medien und Behörden hat sich das geschäftsfördernde Narrativ festgesetzt: Unterhalb der Grenzwerte gibt es keine Studie, die Gesundheitsrisiken nachweist. Doch dieses Märchen bröckelt, da inzwischen die bestgemachten Studien Risiken nachweisen und Übersichtsarbeiten (Reviews) dies bestätigen. Ich verweise auf drei "amtliche" Dokumente.
- Das derzeit höchstrangige aktuelle Dokument (2023) ist der Bericht des Ausschusses für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung (TAB) des Deutschen Bundestages "Mögliche gesundheitliche Auswirkungen verschiedener Frequenzbereiche elektromagnetischer Felder (HF-EMF)", dem alle Fraktionen zugestimmt haben.
- Die STOA-Studie "Health Impact of 5G" (2021), herausgegeben vom Technikfolgenausschuss des EU-Parlaments, stellt die Gesamtstudienlage zu Krebs und Fertilität dar, mit dem Ergebnis: Mobilfunkstrahlung ist gesundheitsschädlich.
- Im Amtsblatt der EU vom März 2022 wurde die Stellungnahme des Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschusses (EWSA) veröffentlicht, in der von den Regierungen gefordert wird, endlich aus den Studienergebnissen Schlussfolgerungen für eine Schutz- und Vorsorgepolitik zu ziehen.
80 Meter vom östlichen Ortsrand Marienheim sind viel zu nah an der Wohnbebauung, der Mindestabstand sollte mindestens 500 Meter betragen, je weiter, desto besser für die Gesundheit der Bevölkerung. Über 400 Unterschriften gegen den geplanten Funkmast an dieser kritischen Stelle sprechen eine deutliche Sprache. Dabei sollte der geundheitsverträglichste Standort für die Politik und den grünen Oberbürgermeister Schoder selbstverständlich oberste Priorität haben, nicht die funktechnisch beste Möglichkeit für die Mobilfunkbetreiber.
