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Pressemitteilung

An alle Igelfreunde

ÖDP-Kreisrätin Monika Bichler stellte im Umweltausschuss des Kreistages einen Antrag auf ein Nachtmähverbot für Mähroboter. Denn die sind für Igel eine echte Gefahr!

Ein Igel auf einer Rasenfläche

Meist sind Igel in der Dämmerung oder nachts unterwegs. Dann kann die Begebnung mit einem Mähroboter zu schweren bis tötlichen Verletzungen führen.

Immer wieder werden verletzte Igel im Tierheim oder in Igel-Auffangstationen mit hässlichen Schnittverletzungen, verursacht durch Mähroboter, abgegeben. Für die ÖDP ein Grund zum Handeln. Nach dem Bundesnaturschutzgesetz §39 Abs.1 Nr. 1 ist es verboten, wild lebende Tiere besonders geschützter Arten zu fangen, zu verletzen oder zu töten. Dieses Verbot betrifft nicht nur Igel, sondern auch zahlreiche Amphibien wie Frösche, Kröten, Salamander und Molche sowie Reptilien wie Zauneidechse, Blindschleiche oder Ringelnatter.
 
Ein häufig diskutiertes Nachtfahrverbot greift dabei zu kurz: Auch tagsüber halten sich geschützte Tiere im Garten auf - etwa beim Sonnenbaden oder in Ruhephasen - und sind dann besonders gefährdet, da sie sich kaum bewegen und von Mährobotern nicht erkannt werden. Die Botschaft ist klar: Der Einsatz von Rasenmährobotern ist kein Kavaliersdelikt. Jeder Garten kann Lebensraum sein - oder zur tödlichen Falle werden. Die Verantwortung liegt bei uns allen.
 
Gleichwohl stellt der Antrag der ÖDP, eingebracht durch unsere Kreisrätin Monika Bichler, einen ersten, wichtigen und sinnvollen Schritt zur Rettung des Igels dar. So fordert der Antrag den Erlass einer Allgemeinverfügung zum Verbot von Mährobotern auf allen privaten und öffentlichen Grünflachen im Landkreis während der Nachtstunden. Das Mähen des Rasens in der Nacht stellt keinen vernünftigen oder dringenden Grund dar.  Deshalb ist ein zeitlich begrenztes Betriebsverbot verhältnismäßig und rechtlich zulassig. Andere Landkreise in Bayern haben bereits erfolgreich vergleichbare Regelungen auf den Weg gebracht. Der Anhang zeigt Bilder von Igeln mit Schnittverletzungen durch Mähroboter.
 
Behandelt wurde der ÖDP-Antrag im Bau- und Umweltausschuss des Kreistages, Donnerstag, 08.10.2026, 14.00 Uhr, leider ohne unsere Kreisrätin, da sie als Einzelkämpferin in den Ausschüssen nicht vertreten ist. Sie konnte also ihren Antrag nicht selbst verteidigen und auf die Beratung und Beschlussfassung Einfluss nehmen.  

 

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