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Pressemitteilung

Höchste Eisenbahn!

So darf es nicht weitergehen mit der Zerstörung unserer Moore, findet der ÖDP-Kreisvorsitzende Holger Geißel. Es wird Zeit, dass die Bayerische Staatsregierung handelt!

In einer Sanduhr ist nur noch wenig Sand im oberen Glas

Bevor es zu spät ist!

Der Freistaat Bayern will bei Moorschutz also das Tempo erhöhen. Das ist löblich und wurde auch höchste Zeit. Nur wenn die Bayerische Staatsregierung nachhaltigen Moorschutz als staatliche Daueraufgabe definiert,  ist Besserung in Sicht. In Deutschland sind bereits 95% der Moore hydrologisch geschädigt. Nun muss wirklich alles getan werden, um die noch vorhandenen Moorböden aus ökologischen und klimatischen Gründen zu retten. 
 
Alle Mooreigentümer, auch die Kirchen, sind dabei besonders gefordert die Schöpfung zu bewahren. Schließen wir Frieden mit dem Moor. Ein Friedenspfahl in der Schorner Röste, aufgestellt vom Bund Naturschutz auf eigenem Grund möge ein wirksames Zeichen setzen gegen die entwässerungsbasierte Landwirtschaft. 
Dazu sind Gräben und Drainagen zurückzubauen, um den Grundwasserspiegel nahe an die Geländeroberkante heranzuführen. Eine extensive Beweidung von Moorböden, mit angepassten Weidetieren, von nicht mehr entwässerten Flächen, verbessert die Wasserrückhaltung und fördert die Biodiversität. Die Beweidung sollte mit einem nachhaltigen Tourismuskonzept, einschließlich Moorlehrpfad zur Renaturierung beitragen. Gut gemacht kann das Landschaftsbild deutlich aufgewertet werden, im Gegensatz zu Seggen-Monokulturen. Eine attraktive Landschaft mit einer entsprechenden Tier- und Pflanzenwelt bietet die große Chance, dass nicht nur durch die Flächenbewirtschaftung, sondern auch durch sanften Tourismus Einnahmen erzielt werden. Ein klares Konzept ist nun nötig, wie eine positive Zukunft für das Donaumoos aussehen soll, mit Einbeziehung der Mooreigentümer, für die der Pachtzins ja ein Einkommen darstellt.
 
Die teils unkritische Überbauung degradierter Moorböden mit Freiflächen-Photovoltaik-Modulen ist nicht zielführend. Die Wiedervernässung ist bisher bei keiner Anlage optimal umgesetzt. Auch Produkte aus Moorpflanzen sind nicht konkurrenzfähig, die Produktentwicklung und die Produktion verschlingt lediglich unsere Steuergelder, die bei der Beweidung, z. B. für Umzäunungen viel besser aufgehoben wären.
 
Welche Erfolge kann der Donaumoos-Zweckverband denn nun vorweisen? Die Moorsackung geht unbeirrt weiter, in den nächsten 30 Jahren werden 40 Prozent der landwirtschafltichen Fläche im Moor wegen der Sackung nicht mehr nutzbar sein. Bei 25 Prozent der Flächen  ist schon in 15 Jahren Schluss. Ein weiter so wie bisher ist eine Bankrotterklärung auch unserer Kommunalpoltik. 
 
Wie wollen denn die heute politisch Verantwortlichen den Menschen ihr Nichtstun erklären, die in 30, 50 oder 100 Jahren mit dem Überleben auf einem Planeten der Extreme zu kämpfen haben, weil wir zu träge, zu inkonsequent und zu bequem waren, unseren Raubbau an den Lebensgrundlagen zu beenden.
 
Deshalb muss der politische Appell lauten: Rettet unser Erbe, das Donaumoos.
 

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