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Leserbrief von Alois Gardel vom 09.12.2021

wie seriös sind die Inzidenzen

Neben der antiquierten und unzuverlässigen Datenerhebung gibt es noch ein systematisches Problem in der Berechnung von Impfdurchbrüchen und Inzidenzen. Im Prinzip rechnet das RKI, Wochenberichte, so, an diesem Beispiel erklärt: Es werden getestet:
8000 Ungeimpfte wobei 800 Infektionen festgestellt werden. Infektionsrate also 10%
2000 Geimpfte wobei 200 Infektionen festgestellt werden. Infektionsrate also 10%
Das RKI stellt also 1000 Infektionen fest von denen 20% Impfdurchbrüche sind. Die Inzidenz ist bei den Ungeimpften damit 4x so hoch!
Die richtige Interpretation wäre aber. Hinsichtlich Infektionsgeschehen gibt es keinen Unterschied zwischen Geimpft/Ungeimpft. Im Moment werden überdurchschnittlich viele Ungeimpfte getestet weil die ständig einen Test benötigen. Dadurch werden die Impfdurchbrüche künstlich nach unten gedrückt und die Inzidenzen bei den Ungeimpften nach oben gejubelt.
Das RKI publiziert nur die Impfdurchbrüche bei den symptomatischen Fällen. Die machen leider nur 25% der Infektionen aus. Vermutlich sind die Impfdurchbrüche bei den asymptomatischen Fällen noch höher und werden deswegen nicht publiziert. Aus den RKI-Zahlen kann man aber erkennen, daß eine Mehrheit von 75% (Geimpfte) ca. 50% der Infektionen ausmachen. Das heißt, die Inzidenz bei den Ungeimpften kann nur um den Faktor 3 höher sein. Möchte Herr Söder mit seinen Traumzahlen von 110/1900 zudem den Eindruck erwecken, daß von 20 Infektionen 19 ungeimpft sind?  

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