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Leserbrief von Holger Geißel vom 17.04.2022

"Frust über Klinikverkauf: Neuburger wechselt Konfession"

Der Verkauf der Neuburger Klinik St. Elisabeth an die Schweizer Ameos-Gruppe lässt bei vielen Menschen alle Alarmglocken schrillen. Die Einzelgewerkschaft Verdi warnt: Bei AMEOS zieht ein privater, profitorientierter Anbieter die Fäden, der vor allem Einsparungen beim Personal vornimmt, welches als größter Kostenfaktor gesehen wird. Dabei nutzt der Konzern zahlreiche Strategien, von der Ausgliederung immer weiterer Servicebereiche in tariflose Tochtergesellschaften, die beständig umstrukturiert werden. Das geht bis zum massiven Einsatz tarifloser, billiger Pflegekräfte und anderer Berufsgruppen.

 

Auch der Hauptinvestor bei AMEOS, die Carlyle Group, ist als eine der größten US-amerikanischen Private-Equity-Unternehmen mit undurchsichtigen Konzernstrukturen negativ bekannt. Bei solchen Investoren spricht man in Wirtschaftskreisen auch von "Heuschrecken", denen es nicht um das erfolgreiche Unternehmen, zufriedene Patienten und Beschäftigte geht, sondern allein um den schnellen Profit. Das muss auch der Katholischen Jugendfürsorge bekannt gewesen sein. Deshalb ist  die Entscheidung für die Schweizer Ameos-Gruppe und gegen den Landkreis ND-SOB durch die (KJF) auch aus christlicher Sicht auf das Schärfste zu verurteilen.

 

Der Neuburg-Schrobenhausener Landrat Peter von der Grün wartet weiter auf ein Gepräch mit dem Augsburger Bischof Bertram Meier. Unabhängig vom Ausgang dieses Gesprächs sollte die 2002 gegründete AMEOS mit Sitz in der Schweiz und als Betreiber von 96 Akutkliniken und psychiatrischen Krankenhäusern in Deutschland, Österreich und in der Schweiz von der Öffentlichkeit immer wieder auf ihre Verantwortung für Patienten und Pflegepersonal hingewiesen werden.

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