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Leserbrief von Holger Geißel vom 21.12.21

"Donaumoos-Team: Zuschlag für Karlshuld"

Der Donaumoos-Zweckverband ist politisch betrachtet eine "lahme Ente". 'Wie es aussieht, sind weder Landrat Peter von der Grün, noch der Geschäftsführer Michael Hafner vom Donaumooszweckverband in der Lage, die Renaturierung des Donaumooses sinnvoll in Angriff zu nehmen. Oder sind beide ganz einfach überfordert? Es zeichnet sich ab, solange die Federführung für die Entwicklung des Donaumooses beim Donaumooszweckverband liegt, geht jedenfalls das "Siechtum" im Donaumoos ungebremst weiter. Professor Heißenhuber sagte unlängst: "Wir haben kein Erkenntnisdefizit, sondern ein Umsetzungsdefizit". Am 19.09.2019 meinten Professor Pfadenhauer, Professor Haber, Professor Auerswald im Haus im Moos und zuletzt Professor Drösler: "Wir wissen längst, was zu tun ist, aber die Politik auf allen Ebenen hat das bisher nicht gewollt".

 

Deshalb muss der Zweckverband endlich von seiner Aufgabe entbunden werden. Was wir dringend brauchen, ist eine Leitstelle in der Staatskanzlei, welche die Renaturierung des Donaumooses steuert, und dazu regionale Umsetzungsstrukturen mit entsprechend ausgestatteten Mitteln schafft, die für Personal, Investitionen, Ausgleichszahlungen ect. zur Verfügung stehen. Für den Landkreis Neuburg-Schrobenhausen wäre in dieser Umsetzungsstruktur ein Landschaftspflegeverband ein wichtiger Auftragnehmer. Es kann jedenfalls nicht angehen, wenn die "Hohe Politik" für Torferhalt und Erhalt des Lebensraumes Donaumoos in seiner schützenswerten Ausprägung 200 Millionen Euro Steuergelder auslobt, ohne ein Konzept für eine tragfähige Umsetzung zu haben. So etwas nennt man einen fahrlässigen Umgang mit Steuergeldern. 

 

Der Freistaat Bayern muss endlich das Heft des Handelns in die Hand nehmen und im Donaumoos eine staatliche Umsetzungseinheit aufbauen, die dem seit 20 Jahren trägen Zweckverband die Umsetzungsarbeit abnimmt. Schließlich hat der bayerische Ministerpräsident Söder mit seinem Umweltminister und seiner Landwirtschaftsministerin weitsichtig und wegweisend verkündet, was jetzt zu tun ist. Nirgendwo war aber bei der Zielvorgabe der Staatsregierung "Klimaschutz durch Moorbodenschutz" im Donaumoos das Wort Photovoltaik-Freiflächenanlage zu lesen. Über die Hälfte der Moosflächen sind Pachtflächen.

 

Wie sieht da die Zukunft der Landwirte aus, wenn sie von den Pachtangeboten der Solarinvestitionen von 2.000 Euro/ha jährlich über 20 Jahre lang lesen? Vor allem, wenn dies im großen Stil geschehen sollte.

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