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Leserbrief von Holger Geißel vom 23.02.2021

"Exklusive Gesprächsrunde"

Warum behauptet Jochen Graf von der Firma WBLT aus Kreut, der Bund Naturschutz hätte nach einem klärenden Gespräch dem Projekt im Auwald die Unbedenklichkeit ausgesprochen? Der Kreisvorsitzende Günter Krell vom Bund Naturschutz hat mir glaubhaft versichert, diese Aussage im Donaukurier sei eine reine Erfindung. Es hat also nie ein "klärendes Gespräch" stattgefunden. Etwas anderes habe ich auch nicht erwartet.  

Unser Landrat und Siegfried Geißler von der Unteren Naturschutzbehörde wissen um die Schädlichkeit dieser März-Termine. Allein schon wegen des Vogelschutzes in einem Europäischen Vogelschutzgebiet, was unser Auwald ist,  ist es mir völlig unverständlich, wie der Leiter der Unteren Naturschutzbehörde so ein zweifelhaftes Projekt unterstützen kann. Selbst wenn das Lichtspektakel im Auwald in der ersten Januarwoche stattgefunden hätte, also im Winter, müsste es trotzdem abgelehnt werden, da der Auwald nicht als Kulisse für eine "light and sound show" mißbraucht werden darf. Wie weit der Veranstalter bereits der Realität entrückt ist, zeigt die Tatsache, dass er Ende März noch vom Winter-Wunder-Wald spricht, obwohl dann längst der Frühling eingekehrt ist.

Lt. Bayrischem Naturschutzgesetz Art. 11a Himmelstrahler und Beleuchtungsanlagen (gültig ab 01.01.2021) sind Beleuchtungen in unmittelbarer Nähe von geschützten Landschaftsbestandteilen und Biotopen nur in Ausnahmefällen von der zuständigen Behörde oder mit deren Einvernehmen zu genehmigen. Für mich ist mit dem "Lichtspektakel im Auwald" kein Ausnahmefall zu erkennen.