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Pressemitteilung

Viel Arbeit für ein bißchen Hoffnungsschimmer.

Mit großem Aufwand werden Brachvögel geschützt. Ist das wirklich nötig? Und warum? Holger Geißel, Vorsitzender der ÖDP Neuburg-Schrobenhausen macht die Entwicklung Sorgen.

Ein Kibitz in hohem trockenen Gras

Wären die Ökosysteme intakt, bräuchten Brachvögel und Wiesenbrüter keinen aufwändigen Schutz durch die Menschen.

Der Brachvogel zählt in Bayern zu den am stärksten bedrohten Vogelarten und steht auf der Roten Liste. Entwässerte Moore, der Verlust feuchter Wiesen, ein früher oder häufiger Wiesenschnitt, Nahrungsmangel und zunehmende Störungen haben seinen Lebensraum über Jahrzehnte stark verkleinert. Ich freue mich über jeden Brachvogel, der lebend das Erwachsenenalter erreicht. Ärgerlich ist aber, dass solche, eigentlich absurde Schutzmaßnahmen erforderlich sind, damit die letzten Vorkommen im Donaumoos noch eine Überlebenschance haben. An den Ehrenamtlichen und Marie Heuberger liegt es sicherlich nicht. Die tun, was sie können. 
 
Dr. Norbert Schäffer, Vorsitzender des Landesbundes für Vogel- und Naturschutz in Bayern (LBV), über die biologische Vielfalt in Deutschland:"2/3 der Arten und 3/4  der Lebensräume sind in einem schlechten Zustand". Während bei den Waldvögeln der Rückgang bei 8% liegt, ist bei den Feldvögeln ein dramatischer Rückgang der Population um 61% festzuhalten. Von 1980 bis 2025 ging der Vogelbestand insgesamt um 19% zurück. "Der Zusammenbruch der biologischen Vielfalt in der Landwirtschaft ist belegt", so der Referent. Der Schutz der biologischen Vielfalt entscheidet darüber, ob wir auf diesem Planeten überleben, der Klimaschutz darüber, wie dieses Überleben aussieht.

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